RECIPE | Hushpuppies
Hushpuppies. Klingt wie ein Kosename für einen Hund. Ist aber eines der besten Dinge, die je aus einer Frittierpfanne gekommen sind.
Wer in den Südstaaten aufgewachsen ist, kennt sie von klein auf – knusprige, goldbraune Maisbällchen, außen kross, innen weich und leicht süßlich, serviert zu allem, was vom Grill kommt oder im Topf schmort. Wer sie noch nicht kennt, wird nach dem ersten Bissen verstehen, warum sie seit Jahrhunderten auf keinem südstaatlichen Tisch fehlen.
Der Name hat mehrere Theorien. Die beliebteste: Während des amerikanischen Bürgerkriegs sollen Soldaten und Jäger am Lagerfeuer kleine Maisbällchen gebraten und damit ihre Hunde beruhigt haben – „Hush, puppy!" Ob das stimmt, weiß niemand genau. Aber die Geschichte klingt gut. Und die Hushpuppies schmecken besser.
Warum sie zu BMMC79 gehören
Weil sie aus Maismehl sind. Weil sie am Feuer gebraten werden. Weil sie zu BBQ, Bacon Jam und Cornbread gehören wie Rocket Fuel zu einer langen Nacht.
Und weil The Maker aus einer Gegend kommt, wo Hushpuppies nicht auf der Speisekarte stehen – sondern einfach erscheinen. Neben dem Fisch. Neben den Ribs. Auf Zeitungspapier, noch fettig, noch heiß, direkt aus dem Öl.
Zutaten (für ca. 20 Stück)
240 g Maismehl (fein gemahlen)
60 g Mehl (Type 405)
1½ TL Backpulver
½ TL Natron
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
1 TL Zucker
½ TL Knoblauchpulver
1 Ei
180 ml Buttermilch (alternativ: Vollmilch mit 1 EL Essig, 5 Minuten stehen lassen)
3 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
Pflanzenöl zum Frittieren
Zubereitung
Öl in einem schweren Topf oder einer tiefen Pfanne auf 175°C erhitzen. Wer kein Thermometer hat: ein kleines Stück Teig ins Öl geben – wenn es sofort aufsteigt und brutzelt, ist die Temperatur richtig.
In einer Schüssel Maismehl, Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Pfeffer, Zucker und Knoblauchpulver vermischen. Ei und Buttermilch dazugeben und rühren, bis ein dicker, klebriger Teig entsteht. Frühlingszwiebeln einrühren.
Mit zwei Esslöffeln kleine Bällchen formen – nicht zu groß, etwa walnussgroß – und portionsweise ins heiße Öl geben. Nicht zu viele auf einmal, sonst kühlt das Öl ab. Pro Seite etwa 2–3 Minuten frittieren, bis sie rundherum goldbraun sind. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Sofort servieren. Wirklich sofort. Hushpuppies warten auf niemanden.
Womit servieren?
Die ehrliche Antwort: mit allem.
Mit Bacon Jam als Dip – naheliegend und sehr gut. Mit Honigbutter – einfach weiche Butter mit einem Schuss Honig verrühren, fertig. Mit scharfer Sauce für die, die es mögen. Oder einfach so, direkt aus der Hand, noch heiß, über dem Topf stehend.
Am BBQ passen sie zu Pulled Pork, zu Ribs, zu Fisch – Hushpuppies kommen ursprünglich aus der Fischtradition des Südens und wurden klassischerweise zu gebratenem Wels serviert. Wer also demnächst Fisch auf dem Grill hat: jetzt wisst ihr, was dazugehört.
Variationen
Wer's schärfer mag: eine fein gehackte Jalapeño in den Teig. Wer's käsiger mag: eine Handvoll geriebenen Cheddar einrühren. Wer's noch südstaatlicher mag: einen Esslöffel Bacon Jam direkt in den Teig – die kleinen Speckstücke darin werden beim Frittieren karamellisiert und machen aus einem guten Hushpuppy einen legendären.
Ein letztes Wort:
Hushpuppies sind kein Fine Dining. Sie sind kein Trend. Sie sind kein Instagram-Gericht, das man zwei Stunden anrichtet.
Sie sind das, was am Ende eines langen Tages am Feuer entsteht, wenn gute Zutaten, gute Gesellschaft und ein heißer Topf Öl zusammenkommen. Genau das ist BMMC79. Genau das ist der Schwarzwald.
Hush, puppy.